Pricing-Mechanik

Risikoprämie

Der zusätzliche Margenanteil, der in ein Festpreisangebot eingebaut wird, um die Agentur für die Wahrscheinlichkeit von Scope-Überschreitungen, Unsicherheit und unvorhergesehene Komplikationen zu entschädigen.

Definition

Die Risikoprämie ist der Pricing-Mechanismus, der Festpreis-Engagements statistisch profitabel macht. Jedes Festpreisprojekt hat eine nicht-Null-Wahrscheinlichkeit der Überschreitung. Die Risikoprämie ist die Versicherungsprämie, die die Agentur gegen diese Wahrscheinlichkeit berechnet.

Die Prämie wird durch Multiplikation von drei Variablen berechnet: (1) der Wahrscheinlichkeit einer Kostenüberschreitung für einen bestimmten Projekttyp; (2) dem erwarteten Umfang der Überschreitung, falls sie eintritt; und (3) einem Risikoaversionsfaktor, der durch die Margenziele der Agentur bestimmt wird.

Wenn ein Projekttyp beispielsweise eine 40-prozentige Wahrscheinlichkeit einer 25-prozentigen Überschreitung hat und die Agentur eine 25-prozentige Marge anstrebt, würde die Risikoprämie etwa 13 Prozent des Basispreises betragen. Die Monte-Carlo-Simulation ermöglicht eine präzisere Berechnung, indem sie die vollständige Verteilung möglicher Ergebnisse modelliert statt Einzelpunktschätzungen zu verwenden.

Die meisten Agenturen fügen Risikoprämien implizit durch "Sicherheitspuffer" hinzu, die inkonsistent angewendet werden. Das Problem mit Puffern ist, dass sie bauchgefühlbasierte Anpassungen sind, die entweder zu klein (Projekte verlieren trotzdem Geld) oder zu groß (Agentur preist sich aus Deals heraus) sind. Eine statistisch abgeleitete Risikoprämie vermeidet beide Fehler.

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