Pricing-Methodik
Monte-Carlo-Simulation
Eine Rechentechnik, die wiederholte Zufallsstichproben verwendet, um die Wahrscheinlichkeit verschiedener Ergebnisse in unsicheren Prozessen zu modellieren — im Pricing zur Prognose von Margenverteilungen.
Definition
Die Monte-Carlo-Simulation ist das Standardwerkzeug zur Quantifizierung von Unsicherheit in Pricing-Entscheidungen. Für jeden Kandidatenpreis führt das Modell tausende Simulationen durch, die jeweils Zufallswerte für Scope Creep, Aufwandsüberschreitung, Rabattwahrscheinlichkeit und Gewinn/Verlust aus ihren jeweiligen Wahrscheinlichkeitsverteilungen ziehen.
Das Ergebnis ist keine einzelne "erwartete Marge", sondern eine vollständige Wahrscheinlichkeitsverteilung. Das ermöglicht Agenturverantwortlichen, Fragen zu beantworten wie: "Wie wahrscheinlich ist es, dass dieses Projekt Verlust macht?" oder "Was ist die 90. Perzentil-Schlimmstfall-Marge?"
Im Agentur-Pricing zeigt die Monte-Carlo-Simulation typischerweise, dass 20-30 Prozent der Festpreisprojekte eine nicht-triviale Wahrscheinlichkeit negativer Marge haben — eine Tatsache, die von deterministischen Tabellenkalkulationen verborgen wird. Die Simulation quantifiziert exakt, wie viel Risikoprämie pro Projekttyp nötig ist, um Zielprofitabilität mit statistischer Sicherheit zu erreichen.
Die Technik entstand in der Kernwaffenforschung (Manhattan-Projekt) und ist heute Standard in Finanzen, Versicherungen und Projektmanagement. Ihre Anwendung auf B2B-Service-Pricing ist neu und stellt einen signifikanten Wettbewerbsvorteil für Early Adopters dar.
Verwandte Begriffe
Statistisch gewichtetes Pricing
Eine Pricing-Methodik, die statistische Inferenz nutzt, um Gewinnwahrscheinlichkeit und optimale Preispunkte auf Basis historischer Daten und laufender Verhandlungssignale zu schätzen.
Risikoprämie
Der zusätzliche Margenanteil, der in ein Festpreisangebot eingebaut wird, um die Agentur für die Wahrscheinlichkeit von Scope-Überschreitungen, Unsicherheit und unvorhergesehene Komplikationen zu entschädigen.
Statistische Analyse
Eine statistische Methode, die die Wahrscheinlichkeitsschätzung für ein Ergebnis aktualisiert, sobald neue Erkenntnisse oder Daten verfügbar werden — im Pricing genutzt zur Verfeinerung von Gewinnwahrscheinlichkeiten und Risikoschätzungen mit jedem neuen Deal.
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