Preismodelle

Retainer-Pricing

Ein wiederkehrendes Preismodell, bei dem der Kunde eine feste monatliche Gebühr für einen definierten Leistungsumfang zahlt, was planbare Einnahmen für die Agentur und Budgetsicherheit für den Kunden schafft.

Definition

Retainer-Pricing ist das cash-flow-effizienteste Modell für Agenturen mit laufenden Service-Beziehungen. Der Kunde verpflichtet sich zu einer monatlichen Gebühr (typischerweise 3.000-15.000 € für kleine bis mittlere Agenturen) im Austausch für eine definierte Kapazität oder einen festgelegten Leistungskatalog.

Das Modell funktioniert gut, wenn der Arbeitsumfang von Monat zu Monat vorhersagbar ist. Es wird problematisch, wenn der Scope die Retainer-Kapazität überschreitet, ohne dass ein klarer Überhang-Mechanismus existiert — dies ist der "Retainer-Creep", das Abonnement-Modell-Äquivalent zu Scope Creep.

Gut gestaltetes Retainer-Pricing beinhaltet: (1) einen Basisscope mit expliziten Inklusiv- und Exklusivleistungen; (2) eine Kapazitätsobergrenze (Stunden oder Leistungen); (3) einen Überhang-Satz für Arbeiten über der Grenze (typischerweise das 1,2- bis 1,5-fache des effektiven Stundensatzes); und (4) einen vierteljährlichen Überprüfungsmechanismus zur Anpassung des Retainers.

Die optimale Retainer-Struktur hängt vom Service-Typ ab. Laufendes Retainer-Pricing ist in Marketing-Agenturen üblich (5.000-20.000 €/Monat), während Consulting- und IT-Dienstleister oft projektbasierte oder hybride Modelle mit Basis-Retainer plus variablen Projektgebühren bevorzugen.

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